17. ÖGSD Nachwuchstagung der Österreichischen Gesellschaft für Sprachendidaktik: Sprachendidaktik im Dialog 17.-18. April 2026
  1. ÖGSD Nachwuchstagung der Österreichischen Gesellschaft für Sprachendidaktik: Sprachendidaktik im Dialog I 17.-18. April 2026

 Tagungsbericht

Am 17. und 18. April 2026 fand an der Universität Klagenfurt die 17. Nachwuchstagung der Österreichischen Gesellschaft für Sprachendidaktik (ÖGSD) unter dem Titel „Sprachendidaktik im Dialog“ statt. Die Tagung wurde von der Fachdidaktik Englisch des Instituts für Anglistik und Amerikanistik der Universität Klagenfurt ausgerichtet. Ziel der jährlich stattfindenden Nachwuchstagungen der ÖGSD, die auch den Mitgliedern der Partnerorganisationen DGFF und ADLES offenstehen, war es erneut, dem wissenschaftlichen Nachwuchs im Forschungsfeld der Sprachendidaktik ein Präsentationsforum zu bieten und Forschende verschiedener Philologien, Fachdidaktiken und Bereiche der Lehrer:innenbildung miteinander zu vernetzen.

Die Universität Klagenfurt bot für die Durchführung der Nachwuchstagung einen besonders geeigneten Rahmen. Als Universität im Alpen-Adria-Raum ist sie in einer Region verankert, die durch sprachliche und kulturelle Vielfalt geprägt ist. Die Nähe zu Italien und Slowenien, die internationale Ausrichtung der Universität sowie die Mehrsprachigkeit der Region verleihen Fragen des Sprachenlernens, der Mehrsprachigkeit und der interkulturellen Verständigung eine besondere Relevanz. Die Sprachendidaktiken an der Universität Klagenfurt leisten hierzu einen wichtigen Beitrag in Forschung, Lehre und Lehrer:innenbildung und boten damit einen passenden Rahmen für den fachlichen Austausch der Tagung.

Die Tagung versammelte rund 40 Teilnehmer:innen aus Österreich, Deutschland und Italien. Insgesamt wurden 17 Vorträge und 7 Posterpräsentationen präsentiert. Alle Beiträge durchliefen im Vorfeld ein Begutachtungs- und Auswahlverfahren. Besonders erfreulich war die breite institutionelle Beteiligung: Neben Vertreter:innen der Universitäten Klagenfurt, Graz, Innsbruck, Salzburg und Wien waren auch Nachwuchswissenschaftler:innen deutscher und italienischer Hochschulen vertreten, darunter die Universitäten Jena, Bielefeld, Würzburg, Köln, Siena, Perugia, Venedig und Genua. Die Tagung bot damit nicht nur Einblicke in aktuelle sprachendidaktische Forschungsprojekte, sondern erfüllte in besonderer Weise ihre Funktion als internationales Forum für Vernetzung und wissenschaftlichen Austausch. Die starke Beteiligung von Nachwuchswissenschaftler:innen aus Österreich, Deutschland und Italien spiegelte zugleich die grenzüberschreitende Ausrichtung des Alpen-Adria-Raums wider.

Eröffnet wurde die Tagung durch Roger Dale Jones im Namen der ÖGSD sowie durch Jasmin Donlic, Prodekan der Fakultät für Kultur- und Bildungswissenschaften der Universität Klagenfurt, und Verena Novak-Geiger, stellvertretende Leiterin der School of Education. Den wissenschaftlichen Auftakt bildete der Eröffnungsvortrag von Werner Delanoy (Universität Klagenfurt) zum Thema „Quo Vadis Culture and Language Education?“. Den Abschluss der Tagung gestaltete Astrid Mairitsch (PH Kärnten) mit ihrem Vortrag „Framing the Teachers: A Critical Discourse Analysis of Teachers during the First Wave of the Covid-19 Pandemic“.

Die Beiträge der Nachwuchswissenschaftler:innen spiegelten die thematische Vielfalt aktueller sprachendidaktischer Forschung wider. Behandelt wurden unter anderem Fragen der Mehrsprachigkeit, des technologiegestützten Sprachlernens und der Künstlichen Intelligenz, der Literatur- und Kulturdidaktik, von Global Citizenship Education, Literacy-Praktiken, Sprachkompetenzen sowie verschiedener Lehr- und Lernkontexte. Die Vorträge und Poster wurden in deutscher und englischer Sprache präsentiert und repräsentierten Forschung aus einer Vielzahl sprachlicher und fachlicher Kontexte.

Besonders positiv hervorzuheben waren die offene und kollegiale Atmosphäre sowie die zahlreichen Gelegenheiten zum fachlichen Austausch. Die Diskussionsrunden nach den Vorträgen, die Posterpräsentationen und die Gespräche in den Pausen wurden intensiv genutzt und ermöglichten wertvolle Rückmeldungen, neue Kontakte und die Anbahnung zukünftiger Kooperationen. Gerade diese Verbindung aus wissenschaftlicher Qualität, persönlicher Begegnung und internationalem Austausch machte die Tagung zu einer bereichernden Erfahrung für die Teilnehmer:innen.

Der Erfolg dieser beiden Tage ist dem Engagement aller Vortragenden, Posterautor:innen, Moderator:innen und Teilnehmer:innen zu verdanken. Besonderer Dank gilt zudem Roger Dale Jones für die Organisation der Tagung sowie der Fakultät für Kultur- und Bildungswissenschaften der Universität Klagenfurt, dem Institut für Anglistik und Amerikanistik und der ÖGSD für ihre finanzielle und organisatorische Unterstützung. Die 17. ÖGSD-Nachwuchstagung hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig, vielfältig und international die sprachendidaktische Nachwuchsforschung im deutschsprachigen Raum ist und welchen wichtigen Beitrag die ÖGSD zu ihrer Förderung leistet.