Mehrsprachigkeit als Schlüssel für eine zukunftsorientierte Bildung im Zeitalter von KI und Digitalisierung.
Stellungnahme der Österreichischen Gesellschaft für Sprachendidaktik (ÖGSD) zur geplanten Kürzung der zweiten lebenden Fremdsprache zugunsten neuer Unterrichtsgegenstände.
Die ÖGSD spricht sich entschieden gegen die geplante Kürzung der zweiten lebenden Fremdsprache aus. Sprachen spielen eine zentrale Rolle, um moderne Technologien wie KI-Anwendungen, darunter Chatbots und Übersetzungsprogramme, richtig zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und verantwortungsvoll zu nutzen.
Mehrsprachigkeit fördert zudem die Problemlösefähigkeit und das kritische Denken. Sie ermöglicht es, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, was sowohl das Verständnis von Demokratie als auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Eine einseitige Fokussierung auf sogenannte „Technik-Fächer“ greift zu kurz und steht im Widerspruch zu den Zielen der europäischen und österreichischen Sprachenpolitik. Diese fördern Mehrsprachigkeit explizit als Grundlage einer demokratischen und zukunftsorientierten Gesellschaft.
Darüber hinaus lassen sich Kompetenzen im Bereich KI und Medien hervorragend in bestehenden Fächern, insbesondere im (Fremd-)Sprachenunterricht, verankern und fächerübergreifend vertiefen.
Die ÖGSD fordert daher, die zweiten lebenden Fremdsprachen im bisherigen Stundenausmaß zu erhalten und auszubauen, statt sie abzubauen. Sie sind ein zentraler Baustein für eine zukunftsorientierte, demokratische und international ausgerichtete Bildung.
Zur vollständigen Stellungnahme
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