Beherzen und behirnen? Zusammenspiel von Emotion und Kognition beim Lernen und Lehren von (Fremd-)Sprachen

Beherzen und behirnen?

Zusammenspiel von Emotion und Kognition beim Lernen und Lehren von (Fremd-)Sprachen

Call for Papers
zur Online-Tagung der ÖGSD am 2. und 3. Dezember 2022 

(Freitag, 14:00 bis 18:00 Uhr und Samstag, 9:00 bis 13:00 Uhr)

Lange Zeit vernachlässigt und dennoch immer präsent rückt das Thema des Zusammenspiels von Emotion und Kognition wieder verstärkt in den Fokus (fremd-)sprachen­didaktischer Diskurse. Dass Neugier, Lernfreude, Erfolgserlebnisse, Humor und andere positive Emotionen das Fremdsprachenlernen und -lehren beflügeln oder gar befeuern, ist eine Annahme, die sich im Laufe der (fremd-)sprachendidaktischen Geschichte in Konzepten wie Krashens affektivem Filter, dem suggestopädischen Placebo-Effekt oder der Flow-Konzep­tion widergespiegelt hat. Ebenso haben Studien zur Fremdsprachenangst gezeigt, dass Lernende von negativer Emotion in ihrem Lernprozess verlangsamt oder begrenzt werden können. Gleichzeitig mehren sich Evidenzen zur Bedeutung einer lerner_innenadäquaten kognitiven Aktivierung, u.a. durch hypothesengeleitete und ressourcenvalorisierende Verfahren. In aktuellen Debatten stehen die Förderung von Sprachenbewusstheit und Sprachlernkompetenz daher ebenso im Mittelpunkt des Interesses wie Kompetenzerleben, emotionale und kognitive Selbstregulation sowie emotionale und kognitive Aspekte der L2-Identität. Auch Studien und Projekte zum komplexen Verhältnis emotiver und kognitiver Faktoren im (Fremd-)Sprachenunterricht gewinnen zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund wollen wir auf unserer Tagung diskutieren, …

  •  … welche Rolle Emotion und Kognition für die L2-Mündlichkeit spielen, z.B. wie sie sich auf die willingness-to-communicate innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers auswirken und mittels welcher Strategien sie von den Lernenden in der Interaktion selbstreguliert und von Gesprächspartner_innen durch verständnis- und produktionssicherndes Handeln, ggf. auch durch Mediation, beeinflusst werden;
  • … welche Rolle Emotion und Kognition für die L2-Schriftlichkeit spielen, z.B. welche affektiven und kognitiven Lernziele im literaturdidaktischen Fremdsprachenunterricht erreicht werden, welche emotiven und kognitiven Faktoren die Rezeption und Produktion von Sach- und Fachtexten begleiten oder wie es im fremdsprachlichen Klassenzimmer gelingt, Lesestrategien und Leselust zu fördern;
  • … welche Rolle das komplexe Verhältnis emotiver und kognitiver Faktoren im (Fremd-)Sprachenunterricht spielt, wenn es darum geht, tragfähige Konzepte für einen individualisierten Aufbau von Handlungskompetenz sowie von strategischer und mehrsprachiger Kompetenz zu entwickeln.

Wenn Sie in einem 20-minütigen Vortrag oder einer Posterpräsentation von einem entsprechenden Unterrichtskonzept berichten oder eine aktuelle Studie vorstellen möchten, schicken Sie uns Ihr Abstract bis zum 15. September 2022 bitte an
tagung.oegsd@gmail.com. In diesem Textdokument (.doc) sind Name und Institution, Beitragstitel und -format, Beitragssprache und -inhalt sowie repräsentative Literaturhinweise anzugeben. Der Abstract-Text kann bis max. 250 Wörter umfassen.

Rückmeldung zur Beitragsannahme und das vorläufige Programm erhalten Sie Anfang Oktober 2022. Die Teilnahme ist für Vortragende, ÖGSD-Mitglieder und Mitglieder unserer deutschen und schweizerischen Partnerinstitutionen DGFF und ADLES kostenfrei. Für andere Teilnehmer_innen beträgt die Tagungsgebühr € 20.

Organisationsteam des Vorstands
der Österreichischen Gesellschaft für Sprachendidaktik –
www.oegsd.at

Silvia Bauer-Marschallinger (KPH Wien / Krems), Julia Hargaßner (Universität Salzburg),
Julia Hüttner (Universität Wien), Elisabeth Pölzleitner (Universität und PH Graz), Matthias Prikoszovits (Universität Wien), Michaela Rückl (Universität Salzburg), Karen Schramm (Universität Wien).

Hier finden Sie dan Call als pdf Datei: Call_OEGSD_Tagung 2022

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